Über mich

Erste Berührungen mit dem Thema Tabletop hatte ich bereits recht früh. Mein Bruder spielte sehr lange Warhammer. Er nahm sich die Zeit seine Figuren selbst zu bemalen. Schon damals gab es bei mir eine Hemmschwelle, da Tabletop stark männerdominiert war und immer noch ist. Der Gedanke, als kleines naives Mädchen dazustehen, wenn man mit unsicheren Schritten sich dem Thema zuwendet, schreckte mich vor ersten Versuchen ab. Wer wäre nicht verunsichert, wenn man bei Fragen belächelt wird oder die Antwort eher genervt ist, da man das ja auch alles nachlesen kann 😉

Tabletop trat in meiner Studienzeit wieder in mein Leben. Mein damaliger Freund spielte ebenfalls Warhammer. Doch nachdem ich ihn einmal aus Interesse zu einem Spielabend begleitet habe, wurde ich wieder abgeschreckt das Spielen selbst zu beginnen. Auf so viele männliche Emotionen in so kurzer Zeit war ich nicht vorbereitet 😛

Wieder ruhte das Thema für eine Weile…

Und dann lernte ich Florian Nau (geb. Oppermann) kennen. Er ist leidenschaftlicher Battletech-Spieler und wer einmal einen Blick in sein Arbeitszimmer werfen durfte, weiß was ich meine! Das Gewicht seiner Figurensammlung biegt so manches Regal und auf dem Arbeitstisch zum Bemalen der Figuren wurde jeder Millimeter so gut es geht ausgenutzt 🙂 Seine Bibliothek, die neben Battletech auch einige andere Spielesysteme beinhaltet, umfasst ebenfalls eine stattliche Anzahl an Regelwerken, Artbooks und ähnlichem. Freundlicherweise darf ich mir auch immer mal wieder etwas Ausleihen 🙂

In Goslar hat Florian vor einigen Jahren die Kaisercon (eine Convention rein für Battletech. Kaisercon spielt auf die Kaierpfalz in Goslar an) organisiert, welche ich ebenfalls einmal besucht habe. Auch diese war so, wie als wenn man eine eigene Welt betritt 😉 Die Atmosphäre hatte jedoch  schon etwas faszinierendes. Auf der Kaisercon habe ich ebenfalls eher nur als Helferlein und Gast teilgenommen, als mich effektiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Was mich auch dort gestört hatte war der extreme Ernst mit dem die Leute an die Sache herangegangen sind. Wenn man sich in die Herkunft von Tabletop einliest, dann merkt man schnell, dass das  Genre aus den „Kriegsspielen“ mit Zinnfiguren hervorgegangen ist (auch dazu in einem anderen Post mehr). Frauen sind ja meist etwas komisch, wenn etwas nur Haudrauf ist. Und so erklärt sich auch hier das lange Zögern, sich in das Hobby einzulesen. Diesen Ernst habe ich auch oft in z.B. Games Workshop Läden gespürt. Man hat das Gefühl, dass man bereits als Vollprofi ankommen muss, um sich überhaupt mit den Leuten unterhalten zu können :/ Man wird schier erschlagen von der Fülle die es gibt…sei es die verschiedenen Systeme, Regelbücher, Armeen… Es scheint, dass man sich vorher extrem einlesen muss, um überhaupt zu wissen was man möchte. Wenn ich also im Vorfeld schon so viel Energie einbringen muss, dann schreckt es schon ab… Außerdem ist es nicht das günstigste Hobby (Figuren, Gelände, Regelwerke…)! Da überlegt man es sich zweimal, ob man sich so etwas einfach mal leistet, um dann festzustellen, dass es einem nicht liegt.

Nun wurde mir ein „Anfängerspiel“ empfohlen und auf der Red Lion Con ist mir die ein oder andere Figur über den Weg gelaufen, zu der ich das Spiel dazu gern kennenlernen möchte. Daher springe ich über meinen Schatten und stürze mich in die Welt von Tabletop!